Anspruchsvolle Tour auf ein Naturdenkmal:
Unsere Wanderung auf den Hohen Ifen
Am Donnerstag, den 8. Juli, war unsere Wandergruppe endlich vollzählig und bereit für den Hohen Ifen im Schwarzwassertal. Was macht diesen Berg so besonders? Es ist seine außergewöhnliche, markante und unverwechselbare Gestalt. Der Hohe Ifen zählt zu den wenigen Tafelbergen in den Alpen!
Nach einer fast einstündigen Fahrt mit dem Walserbus ging es für uns um etwa 10.00 Uhr weit hinein in das Schwarzwassertal. Fast schon etwas zu spät bei den sommerlichen Temperaturen. Unser Startpunkt lag an der Auenhütte auf rund 1.269 Metern Höhe. Direkt hinter der Station führte der Weg auf einem breiten Forstweg zunächst recht steil hinauf in Richtung Stausee.
Durch ein landschaftlich wunderschönes Tal wanderten wir weiter über die Alpe Melköde bis zur Schwarzwasserhütte. Dort gönnten wir uns eine wohlverdiente Vesperpause und genossen den grandiosen Blick auf die mächtige Steilwand des Hohen Ifen. Mit dem Fernglas konnten wir bereits den schmalen Aufstiegsweg und die ersten Wanderer im Fels ausmachen.
Nach der Alpe wird es ernst
Gut gestärkt machten wir uns auf zur Ifengundalpe, während der imposante Gipfel immer näher rückte. Ab hier stieg der Anspruch deutlich an. Ein schmaler, ausgesetzter und gerölliger Pfad leitete uns unter die Steilwand und direkt auf den langen, steilen Eugen-Kofler-Weg (Schwierigkeitsgrad T3 nach SAC-Skala). Der Aufstieg war anhaltend steil, dank der soliden Stahlseilsicherungen aber sehr gut zu begehen. Da wir die Route in umgekehrter Richtung absolvierten, kamen uns einige Wanderer im Abstieg entgegen, sodass gegenseitige Rücksichtnahme gefragt war. Der Schlussanstieg zum Gipfel auf 2.230 Metern verlief schließlich wieder auf leichterem Terrain (T2 nach SAC-Skala) in moderaten Kehren. Oben angekommen, wurden wir mit einem herrlichen Rundumblick belohnt: Dieser reichte vom Bodensee und den Schweizer Alpen auf der einen Seite bis weit in die Allgäuer und Lechtaler Alpen auf der anderen Seite.
Langer Rückweg
Auch der lange Rückweg forderte noch einmal volle Konzentration, besonders in einer seilversicherten Steilrinne. Der weitere Weg (T2) führte uns über steile Geröllhalden hinab zur Seilbahnstation. Die Bahn verkürzte uns dankenswerterweise die letzten Höhenmeter hinunter zum Ausgangspunkt an der Auenhütte.
Dort ließen wir diesen anstrengenden, aber wunderschönen und erlebnisreichen Wandertag bei kühlen Getränken gemütlich ausklingen. Am Ende des Tages standen 14,5 Kilometer und stolze 1.026 Höhenmeter auf unseren Uhren. Ein ganz herzliches Dankeschön geht an Hartmut Thiel für die hervorragende Führung auf dieser anspruchsvollen Route!
Thomas Regenold






