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Unterwegs in den Allgäuer Hochalpen

Vier intensive Tage auf  spektakulären Höhenwegen und unvergessliche Gratüberschreitungen: Zu viert erlebten wir eine anspruchsvolle Durchquerung des Allgäuer Hauptkamms. Hartmut Thiel unser Wanderführer hatte diese Tour im Sektionsprogramm ausgeschrieben.

Unser Abenteuer begann mit dem Aufstieg über die Fellhornbahn-Mittelstation hinauf zur Fiedererpasshütte (2.067 m). Nach einer eher unruhigen und kurzen Nacht im Matratzenlager starteten wir am nächsten Morgen bereits um 7:30 Uhr über den Krumbacher Höhenweg. Vorbei am Einstieg des bekannten und überlaufenen  Mindelheimer Klettersteiges führte uns die weitere Tagesetappe vorbei an der Mindelheimer Hütte weiter Richtung Schroffenpass. Nach einem knackigen Talwechsel und dem Gegenanstieg ins Rappenseetal waren am Mutzentobel noch einige Schlüsselstellen zu bewältigen. Damit hatten wir uns ein gemütliches Vierer-Zimmer auf der Rappenseehütte (2.091 m) verdient, der erholsame Schlaf war also gesichert.

Dies war auch nötig den es folgte der dritte Tag mit dem eigentlichen Highlight! Der geschichtsträchtige Heilbronner Höhenweg wartete auf uns. Bereits an der Hütte wurden die Steinschlaghelme aufgezogen. Noch bei leichtem Nieselregen und Nebel brachen wir an der Hütte auf. Pünktlich am Einstieg besserte sich das Wetter.

Mystische Nebelschwaden wichen teilweise blauem Himmel, wir bewegten uns im ständigen Auf und Ab zwischen 2.432 bis 2.615 Metern Höhe. Der Heibronner Weg ist drei Kilometer lang. Dank der soliden Seilversicherungen wurden die ausgesetzten Schlüsselstellen sicher gemeistert, während das Panorama auf das Dreigestirn der Allgäuer Gipfel wie Trettachspitze Mädelegabel und die Hochfrottspitze für Staunen sorgte. Nach einem zähen Abstieg wurde die Kemptner Hütte (1.844 m) als letzte Station erreicht.

Bei bestem Bergwetter stiegen wir dann am vierten Tag von der Kemptner Hütte ab ins Tal! Durch den steinigen und „wilden“ Sperrbachtobel ging es Richtung Spielmannsau weiter in das Trettachtal bis Oberstdorf!

Eine rundum gelungene Vereinstour mit toller Kameradschaft und beeindruckenden alpinen Momenten ging zu Ende! Danke an Hartmut Thiel für die Organisation!

Thomas Regenold