Die neue „Zeitschrift Sommer 2026“ ist digital verfügbar…

Der meteorologische Sommer neigt sich dem Ende zu. Die Tage werden wieder spürbar kürzer. Damit hat man wieder mehr Zeit ein Buch zu lesen oder eine Zeitschrift durchzublättern. Freuen Sie sich also auf die aktuelle Ausgabe der „Zeitschrift“ unserer Sektion!

Das neue Heft enthält wieder interessante Tourenberichte, Porträts und viele Informationen.

Der Versand der Zeitschrift wird voraussichtlich ab Ende August erfolgen.

 

Die Redaktion

DAV_ZEITSCHRIFT2026_v04_ANSICHT

 

Grundkurs Bergsteigen am Steingletscher im Berner Oberland

Vom 13. – 15. Juni waren sechs Mitglieder unserer Sektion mit Kalle Weidinger als Trainer und Klaus Bracht-Seufert als Hospitant am Steingletscher, um ihre Kenntnisse in Firn und Eis zu erweitern. Bei einem Vortreffen Mitte Mai war die Entscheidung gefallen mit einem Mietbus zu fahren. Das ergab in Summe sicher weniger CO²-Ausstoß, als zwei Fahrzeuge zu nehmen.

Nach dem Treffen in Achern um 5 Uhr am Samstag morgen, waren wir um 9:15 am Steingletscher und fuhren dort noch weiter auf der Privatstraße. Firn zum Üben der Gehtechnik und zum Abfangen von Stürzen gab es genug. In vier unterschiedlich schweren Positionen auf dem Bauch und Rücken, Beine oder Kopf voraus verlor das Stürzen im Altschnee seinen Schrecken. Nach dem Erlernen des T-Ankers ging es auf den Steingletscher. Apere Stellen waren da rar, wurden aber gefunden. Dort konnte Sicherheit auf den Steigeisen vermittelt werden

Sonntag ging es nach langen Jahren erstmals wieder über den Gletscher zur Hütte. Fels- und Eisstürze hatten den standardmäßigen Winterzustieg ab 2019 zu gefährlich gemacht. Jetzt hat sich die Situation stabilisiert. Eine Steilstufe wurde mit 2,5 Fixseillängen überwunden, danach ging es weiter in zwei Seilschaften zu Hütte. Dort stand noch die Tourenplanung für den Montag an. Die Gruppe entschied sich gemeinsam für den mittleren Tierberg.

Montag frühstückten wir um 5:30 Uhr und um 6:15 starteten die beiden Seilschaften. Nach 3,5h standen alle am Gipfel des mittleren Tierbergs (3309m) und genossen die Aussicht ins Berner Oberland und ins Glarnerland. Um 12 Uhr waren alle zurück an der Hütte, nach Mittagspause und Umpacken ging es gegen 14 Uhr an den fast komplett schneebedeckten Abstieg. Erst um 17:30 waren wir am Bus.

Kalle Weidinger

Mitgliederversammlung 2026 – Verein ist auf gutem Weg mit einer stabilen Basis

Zahlreiche Mitglieder waren am 28. April 2026 der Einladung zur ordentlichen Mitgliederversammlung des DAV Baden-Baden/Murgtal gefolgt. Der größte Verein in Mittelbaden mit rund 3700 Mitgliedern veranstaltete auch in diesem Jahr seine ordentliche Mitgliederversammlung in der Kletterhalle/ Sektions-Zentrum im Gewerbepark Oos-West.

Der 1. Vorsitzende Rudolf Schübert begrüßte die zahlreichen anwesenden Mitglieder. Turnusmäßig standen in diesem Jahr die Wahlen der Referatsleiter an. Nach der Feststellung der rechtzeitigen Einberufung und der Beschlussfähigkeit der Versammlung erfolgte der Tätigkeitsbericht des Vorstandes.

Rudolf Schübert berichtete von 10 Vorstandssitzungen im abgelaufenen Berichtsjahr. Ebenso fand eine Strategiesitzung des Vorstandes statt, die sich bereits seit Jahren etabliert hat. Um die interne Kommunikation innerhalb des Vereins zu stärken  wurde eine „ Klubraum App “ installiert auf der sich alle aktiven Mitglieder anmelden und registrieren können. Weiterhin legt der Verein jährlich eine „ ZEITSCHRIFT“ auf um über die Touren im abgelaufenen Jahr zu berichten. Die Neu-Gestaltung der Homepage soll weiter vorangetrieben werden.  Um die Kletterhalle weiterhin attraktiv zu halten, wurde auch hier in die Infrastruktur investiert. Neue Griffe wurden angeschafft und in regelmäßigen Abständen wurden auch die Routen immer wieder neu geschraubt um den Kletterern wieder neue Herausforderungen und Abwechslung bieten zu können. Ebenso wird auch das Angebot im Bistrobereich ständig erweitert. In der Sektion beschäftigt man sich gedanklich auch mit dem Thema Erweiterungsbau der Kletterhalle.

Schatzmeister Hartmut Thiel benannte wichtige und nachvollziehbare Argumente, die dafür sprechen, betonte aber gleichzeitig auch, dass es ein erheblicher finanzieller Aufwand bedarf um dieses Projekt stemmen zu können.

Die Leitung und Organisation der Kletterhalle ist seit Oktober 2025 in den Händen von Katharina Jost.

Die nachfolgenden Berichte der jeweiligen Referatsleiterinnen und -leiter gaben einen Überblick über das zurückliegende Jahr 2025.

Klaus Bracht konnte für die Sparte Ausbildung gleich drei erfolgreiche Trainer C Absolventen für Biking und Alpinklettern und Bergwandern vermelden. Ebenso wurde fünf neue Kletterbetreuer für die Halle ausgebildet.

Der aktuelle Bergsportbereich wurde mit rund 31 durchgeführten Touren in der „Sparte Bergwandern“ am besten repräsentiert. Das Programm „Bergwandern“ erstreckte sich nicht ausschließlich auf Wanderungen in den deutschen und französischen Mittelgebirgen, sondern auch auf anspruchsvollere Wanderungen im gesamten Alpenraum.

Im Referat Biking berichtete Günter Heller als Spartenleiter von einem vielfältigen Programm, so wurden neben dem Mountainbiken auch Rennrad und Gravelbike-Touren für nahezu alle Leistungsklassen angeboten. Auch im Bereich der Fahrtechnik bietet man regelmäßig Kurse an.

Für das Referat Öffentlichkeitsarbeit berichtete Thomas Regenold von 5 Sektionsabenden mit interessanten Vorträgen zum Bereich Bergsport. Außerdem wurde in der Kletterhalle eine Ferienfreizeit in den Osterferien für Kinder ab 8 Jahren angeboten.

Eine aktive Familiengruppe, bestehend aus 8 bis 9 Familien, trifft sich alle 2 Wochen zum Klettern und Bouldern in der Halle in spielerischer Form um den Nachwuchs mit Spaß und Freude in die vertikale Welt  einzuführen.

Zur Freude und Zufriedenheit des 1.Vorsitzenden kandidierten alle  Referatsleiterinnen und -leiter  erneut für ihre Ämter und wurden einstimmig wieder gewählt. Gleichzeitig betonte er die Wichtigkeit für den Verein, dass alle Referate im Ehrenamt besetzt sind, denn nur so lässt sich im Verein etwas bewegen.

Zur finanziellen Situation des Vereins gab Schatzmeister Hartmut Thiel einen Überblick. Im abgelaufenen Jahr konnte der Verein eine Gesamteinnahme verzeichnen von 462.579.-€, demgegenüber standen Kosten von 453.174.-€ was zu einem Überschuss führte von 9.405.-€. Für den Haushaltsentwurf wird in 2026 eine „schwarze Null“ angesetzt.

Am Schluss der Versammlung wurden dann noch 26 anwesende Mitglieder für 25, 40, 50, 55,65 und sogar für sagenhafte 75 Jahre Mitgliedschaft im Alpenverein geehrt.

Jörg Zwosta, bekannt als ehemaliger Bürgermeister der Stadt Baden-Baden, wurde für 75 Jahre Mitgliedschaft in der Sektion Baden-Baden/Murgtal geehrt.

Rudolf Schübert überreichte den Jubilaren jeweils  ein kleines Präsent mit Ehrennadel und die besten Wünsche vom Verein.

Thomas Regenold

Das neue Sommerprogramm ist da

Das neue Sommerprogramm (Juni bis November 2026) ist online verfügbar. Informieren Sie sich jetzt über das umfangreiche Ausbildungs- und Tourenangebot!

Die gedruckte Version kann bei der Geschäftsstelle angefordert werden.

DAV_Programm_Sommer26_v01

Alpine Schneeschuhtour im „Heidiland“

Von Freitag, 27. Februar bis Sonntag, 1. März 2026 war eine achtköpfige Gruppe unserer Sektion in den Flumserbergen südlich des Walensees, Schweiz unter der Leitung von Peter Rettig auf Schneeschuhtour: Karin, Elvira, Reiner, Christian, Edi, Johannes und Christoph.

Bei bestem Wetter konnten wir kurz nach dem Parkplatz in Tannenheim die Schneeschuhe anziehen und auf dem Winterwanderweg in Richtung Spitzmeilenhütte aufsteigen. Der Weg führte – unterbrochen von kleinen Trink-, Stärkungs- und leider auch Blasen-Verarztungspausen am Rand des Skigebiets zur Alp Panüöl und zur Alp Fursch. Danach folgte das letzte Stück zu unserem Übernachtungsziel, der wunderbar gelegenen und modernen Spitzmeilenhütte (2087m). Wir bezogen unser 8er-Zimmer und genossen den restlichen Nachmittag.

Vom Hüttenwirt und seinem Team wurden wir am Abend und zum Frühstück bestens versorgt, so dass wir am Samstag gut gestärkt und voller Motivation aufbrechen konnten. Durch die kritische Schneesituation der zurückliegenden Tage mit z.T. immer noch sehr großen Wächten an den Graten war der Aufstieg auf den „Spitzmeilen“ und weitere Weg zum Wissmeilenpass zu heikel und wir gingen zunächst den Weg vom Vortag ein Stück zurück, um dann hinter dem „Gross Sächser“ in Richtung „Rainissalts“ aufzusteigen. Für das letzte Stück auf den 2259m hohen Gipfel ließen wir die Rucksäcke an unserem Rastplatz zurück. Nach einer Mittagspause ging es zunächst steil abwärts, vorbei am den beeindruckenden Felsen des „Sächsmoor“ und leicht hoch zum Übergang „Chrüzen“ (1904m). Hier konnten wir bereits unser Tagesziel sehen, das alte Berghotel „Seebenalp“. Wir waren früh dran und sind deshalb zunächst entlang des Grats auf den „Cuncels“ (1938m) auf- und von dort querfeldein und steil zu den Ziehwegen des Skigebiets abgestiegen, wo wir noch einen knappen Kilometer bis zu unserem Übernachtungsplatz vor uns hatten. Wir genossen den Komfort einer warmen Dusche, Kaffee, Kuchen und Getränke auf der Sonnenterrasse und am Abend die besonderen Atmosphäre im Speisesaal des seit Jahrzehnten praktisch unveränderten Hauses.

Am nächsten Morgen beim Blick aus dem Fenster sah man: Nichts, die ganze Umgebung war in dichten Nebel gehüllt! Kein Problem, denn wir hatten nur noch den (etwas verlängerten) Abstieg auf dem Zustiegs- und Winterwanderweg vor uns. Es ging durch den Wald, die Skipisten wurden mehrfach gequert und nach knapp drei Stunden waren wir zurück bei unseren Autos. Unten am Walensee waren Nebel und Wolken weg und wir ließen das Tourenwochenende bei strahlendem Sonnenschein an der Strandpromenade von Weesen am Walensee bei Kaffee und Kuchen ausklingen.

Vielen Dank an unseren Tourenleiter Peter und alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer für diese wunderbaren Tage im „Heidiland“!

Christoph Schmidt

Das neue Programm Dezember 2025 bis Mai 2026 ist da…

Das neue Winterprogramm (Dezember 2025 bis Mai 2026) ist online verfügbar. Informieren Sie sich jetzt über das umfangreiche Ausbildungs- und Tourenangebot!

Die gedruckte Version kann bei der Geschäftsstelle angefordert werden.

DAV_Programm_Winter25_v04_ANSICHT

Klettersteigrunde in den Pala – Dolomiten vom 4. bis 9. August 2025

Bei dieser Runde lief von Anfang an einiges nicht nach Plan, trotzdem
war es dann für ( fast ) alle eine gelungene Bergwoche in einer wenig
bekannten Region der Dolomiten.
Schon bei der Hüttenbuchung stellte sich im Herbst davor heraus,
dass einige der Hütten im ursprünglich geplanten Gebiet der Drei
Zinnen ausgebucht waren und so änderte sich das Ziel, nun ging es in
die Palagruppe im Südosten der Dolomiten. Die zweite Änderung kam
dann wenige Tag vor dem Start: Rolf, der die Tour geplant und
ausgeschrieben hat, konnte krankheitsbedingt nicht mit.
Glücklicherweise konnte Christophe recht spontan zusagen und so
waren wir wieder komplett.
Um die lange Autofahrt etwas aufzulockern, begingen wir im
Vinschgau bei Latsch den kurzen Tisser – Klettersteig. Ein größerer
Umweg dorthin lohnt eher nicht, aber er liegt direkt am Weg und
macht Spaß.
Vom ersten Stützpunkt, dem Rifugio Cereda, eher Berghotel als Hütte
fuhren wir ins Val Canali und gingen dort zuerst den Cacciatore und
danach den Dino Buzzati – Klettersteig, beides Steige der
Schwierigkeit B / C mit kurzen Einserkletterstellen. Auf dem Rückweg
zum Parkplatz passierte dann leider Martin ein Missgeschick, er trat
auf einen lockeren Stein, dann auf den nächsten, stürzte und trug
eine Kopfverletzung davon. Weiterlaufen war in dem steilen Gelände
keine Option und so kam er in den zweifelhaften Genuss eines
Freifluges und einer Untersuchung im Klinikum in Trient. Zum Glück
ohne größere Folgen, die Tour war für ihn allerdings zu Ende. Die
Bergrettung funktioniert auch dort unten sehr professionell und
freundlich, allerdings hätten wir ohne die Italienischkenntnisse von
Christophe mehr Probleme gehabt.
Am nächsten Tag fuhren wir dann nach San Martino di Castrozza und dort mit der Bahn hinauf zur Rosettahütte, die man nach kurzem
Fußmarsch erreicht. Es war auf der Palahochebene, einer skurrilen
und faszinierenden Mondlandschaft recht neblig, sodass nur längere
Spaziergänge um die Hütte unternommen wurden.
Den für den nächsten Tag geplanten langen Klettersteig Bolver – Lugli
sparten wir uns, die Zeitangaben im Führer konnte unsere Gruppe
nicht erreichen. Dafür gingen wir am nächsten Tag eine Bergrunde
über einen kurzen Klettersteig am Passo Ball, die urige Rifugio
Pradidali und über den Passo Pradidali basso zurück, eine
landschaftlich herausragende Tour durch eine wilde abweisende
Umgebung.
Am Freitag stand dann die Königsetappe auf dem Plan. Zuerst über
bekanntes Terrain, dann den Klettersteig Nico Gusella hoch zur Cima
Val de Roda, dort fantastische Ausblicke über die südlichen Dolomiten
und dann runter über den Klettersteig Velo zum Rifugio Velo della
Madonna. Diese kleine sympathische Hütte liegt direkt unter den
Wänden der Cima di Madonna und des Sass Maor. Hier wurde
Klettergeschichte geschrieben.
Leider ging es am nächsten Morgen zurück nach San Martino und
dann den langen Weg nach Hause.

Fazit: Die Klettersteige in der Pala lohnen sich sehr, die Landschaft ist
wild, die Hütten italienischer als in Südtirol, das Essen ist klasse und an den Steigen war nirgends viel los und das in der ersten
Augustwoche. Herzlichen Dank an Rolf fürs Planen und Martin,
Christophe, Felix, Bernhard und Sven fürs Mitgehen.

Karl Linz

Die neue „Zeitschrift Sommer 2025“ ist digital verfügbar…

Der meteorologische Sommer ist vorbei, der kalendarische noch nicht. Insofern können wir den geplanten Erscheinungstermin „Sommer 2025“ für unsere „Zeitschrift“ hoffentlich noch einhalten.

Das neue Heft hat 44 Seiten und enthält wieder interessante Tourenberichte, ein Porträt und viele Informationen. Der Versand der Zeitschrift wird voraussichtlich ab Mitte September erfolgen.

Wir würden uns in diesem Zusammenhang freuen, wenn wir neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter im Redaktionsteam begrüßen könnten. Insbesondere seitens der Jugend wäre eine Mitarbeit in der Redaktion wünschenswert.

Die Redaktion

DAV_ZEITSCHRIFT2025_v04

Das Programm Juni bis November 2025 ist da…

Das neue Sommerprogramm (Juni bis November 2025) ist online verfügbar. Informieren Sie sich jetzt über das umfangreiche Ausbildungs- und Tourenangebot!

DAV_Programm_Sommer25_02

Outdoorkurs 2025

Ende April 2025 fand wiederum für Sektionsmitglieder ein zweieinhalbtägiger „Outdoorkurs“ statt. In diesem Jahr hatten sich leider nur drei Personen dafür angemeldet. Trotzdem, denke ich, war dieser Kurs wieder recht erfolgreich.
Um alle Abläufe verständlich zu demonstrieren und sicher einzuüben, macht es Sinn, dies zuerst auf „sicherem Terrain“ in der Halle durchzuspielen.
Am zweiten Tag gingen wir dann am Nachmittag an den Grafensprung im Murgtal, und am Sonntag ins Kinzigtal an die Hornberger Platte. Die Themen im Überblick:
– Herstellung und Verwendung einer Standplatzschlinge mit „weichem Auge“
– Ordnung am Gurt
– Selbstständiges Clippen in die richtige Richtung
– Zwei verschiedene Techniken des „Fädelns“
– Abseilen an der Standplatzschlinge mit zusätzlicher Prusikschlinge
– Fragen des naturverträglichen Kletterns
Da alle Teilnehmer sehr motiviert waren, wurde zusätzlich noch das Nachsichern am Standplatz mit HMS (Halbmastwurfsicherung) gezeigt und geübt.

Ich glaube, dass dieser Kurs eine solide Grundlage dafür ist, eigenverantwortlich in einem gut gesicherten Sportklettergebiet unterwegs zu sein. Unser Heimatgebiet, der Battert, gehört allerdings nicht dazu.

Hans-Jürgen Reiter