Abenteuer Patagonien – Eine raue Wildnis am Ende der Welt

Am Freitag, den 9. Januar 2026 fand in der Kletterhalle der erste Sektionsabend im neuen Jahr statt. Der Vortrag wurde gestaltet von Harald Knoch von der Sektion Ettlingen.

Patagonien ist eine große geografische Region, die sich über weite Teile von Chile und Argentinien erstreckt und man sich somit in der südlichsten Region in Südamerika befindet. In dieser teils unwirklichen Welt unterwegs zu sein, bedeutet auch den Elementen der Natur ausgesetzt zu sein. Eine Herausforderung, die Harald Knoch gemeinsam mit seiner Frau meisterte.

Die Zuhörer konnten sie überzeugen von den beeindruckenden und vielfältigen Landschaften, wie man sie nur in dieser Region vorfindet. Als besondere Highlights für jeden Wanderer gelten die W-Treks im Nationalpark “Torres del Paine”. Der riesige, bis zu 30km lange Perito-Moreno-Gletscher – der einzige in der Welt, der noch an Eismasse zunimmt – stand ebenfalls auf dem Programm des Referenten.

Weitere Trekkingtouren unternahm er im Tigre Delta bei Buenos Aires und rund um Bariloche. Im chilenischen Seengebiet bei Puerto Varas hat man beeindruckende Aussichten auf die vielen Vulkane.

Das Gebiet um El Chaltén mit den bekannten Granitnadeln “Fitz Roy” und “Cerro Torre” waren weitere Highlights. Ein Besuch im Nationalpark Feuerland bei Ushuaia, der südlichsten Stadt der Welt, rundeten seinen Vortrag ab.

Thomas Regenold

Winterliche Schneewanderung auf dem Panoramaweg

Am vergangenen Sonntag fand im Rahmen einer Sektionstour bei besten
Schneeverhältnissen die Tour „Panoramaweg Ultralight“ statt. Die Winterwanderung war von Hartmut Thiel unserem Wanderleiter für Bergwandern ausgeschrieben.

Nach den turbulenten Wetterkapriolen der letzten Tage zeigte sich der Sonntag
von der besten Seite: “Frau Holle“ ließ es leise rieseln, und so wurden wir von
einer weißen, friedlichen Winterlandschaft rund um Baden-Baden angenehm
überrascht!

Unsere Tour begann um 9.00 Uhr mit dem Aufstieg in Lichtental, vorbei an den
Leisberg-Staffeln, ging es auf schmalen und leicht ansteigenden Pfad in
Richtung Leisberg. Nach etwa einer Stunde Gehzeit an der Gelbeichhütte
angekommen, wurde der Schnee immer tiefer und das Laufen ging mehr und mehr
in Stapfen über. Spätestens jetzt ärgerten wir uns über die fehlenden Schneeschuhe. Diese wären wirklich optimal gewesen.

Nach einer kleinen Teepause ging es dann im tiefen Schnee weiter über die Louisenfelsen in Richtung Batscharihütte, von wo aus man einen schönen Rundumblick auf die Kurstadt genießen kann. Die vom Wetterbericht angekündigte Sonne tat sich leider etwas schwer, nur vorübergehend waren kleine blaue Flecken am Himmel zu sehen. Zu einem kleinen Mittags-Snack hatte Hartmut die Wandergruppe im Kaffeehaus Böckeler in der Stadt angemeldet. Nach einer kleinen Cappuccino-Runde mit Apfelstrudel ging es dann weiter in die entgegengesetzte Richtung. Im steilen Treppenaufstieg zum Marktplatz stiegen wir dann auf in die Felslandschaft rund um den Battert, es wurde leicht alpin und auf schmalen und
steilen Kehren stiegen wir zwischen den Felsen hoch bis zum Felsenweg. Der Weiterweg führte uns dann vorbei an der Engelskanzel mit fantastischem Ausblick bis weit in die Rheinebene.

Die Beine wurden etwas schwerer, die Zeit lief uns davon, denn wir waren schon
weit über 6 Stunden unterwegs. So mussten wir an Tempo nochmal kräftig
zulegen, denn wir wollten nicht in die Dunkelheit reinlaufen.

Eine tolle Wanderung ging ihrem Ende entgegen. Um 18.00 Uhr waren wir
pünktlich zur Schlusseinkehr im Goldenen Löwen in Lichtental angekommen.
Danke an Hartmut Thiel unseren Wanderleiter für die tolle Tour!

Die Tourdaten: Strecke 25km, Höhenmeter ca. 950, reine Gehzeit 7 Std.45 min.

Thomas Regenold

Sektionsabend ” Zu den Naturwundern Patagoniens “am Freitag, 9. Januar

Am Freitag, den 9. Januar 2026 findet der erste Sektionsabend im neuen Jahr statt. Der Vortrag wird von Harald Knoch gestaltet.

Genießen Sie die spannende Rundreise durch die Nationalparks von Feuerland und den Nationalpark “Torres del Paine”!

Der Vortrag findet wie immer in unserem Sektionszentrum in Baden-Oos (Flugstr. 17)
statt und beginnt um 20.00 Uhr. Der Kletterbetrieb endet an diesem Abend um 19.00 Uhr.
Alle Mitglieder und Gäste sind recht herzlich willkommen.

Thomas Regenold

Sektionsabend “Ligurien, unsere zweite Heimat” am 5. Dezember

Am Freitag, den 05.12.2025 findet der nächste Sektionsabend in unserer
Herbst/Wintersaison statt. Der Vortrag wird gestaltet von Dagmar und Thomas Rumpf.

2004 reisten beide zum ersten Mal nach Finale Ligure, dem italienischen Klettermekka. Es folgten unzählige weitere Urlaube, und inzwischen ist ihnen die Region an der Riviera zur zweiten Heimat geworden. ImVortrag zeigen sie die schier unerschöpflichen Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung, sei es beim Klettern, beim Biken oder auf Schusters Rappen;  sie führen uns aber auch an kristallklare Flüsse, malerische Dörfer und ins beste Café Liguriens.

Der Vortrag findet wie immer in unserem Sektionszentrum in Baden-Oos (Flugstr. 17)
statt und beginnt um 20.00 Uhr. Der Kletterbetrieb endet an diesem Abend um 19.00 Uhr.
Alle Mitglieder und Gäste sind recht herzlich willkommen.

Thomas Regenold

Das neue Programm Dezember 2025 bis Mai 2026 ist da…

Das neue Winterprogramm (Dezember 2025 bis Mai 2026) ist online verfügbar. Informieren Sie sich jetzt über das umfangreiche Ausbildungs- und Tourenangebot!

Die gedruckte Version kann bei der Geschäftsstelle angefordert werden.

DAV_Programm_Winter25_v04_ANSICHT

Sektionsabend am 7. November 2025: Andalusien- Wandern mit Kultur

Es ist wieder soweit! Die Wintersaison für unsere Sektionsabende 2025/2026 kann beginnen. Eingeleitet wird der erste Sektionsabend am Freitag, den 7.November 2025 von Harald Knoch aus Ettlingen.
Seine spannende Wanderreise im Süden Spaniens beginnt im bergigen Hinterland der Costa del Sol in einer beeindruckenden Naturlandschaft. Der Besuch der weißen Dörfer von Ronda und weitere kulturelle Highlights und runden den Vortrag ab.
Der Vortrag findet wie immer in der Kletterhalle in Baden-Oos statt und beginnt um 20.00 Uhr. Der Kletterbetrieb wird an diesem Abend ab 19 Uhr eingestellt.

Alle Mitglieder sind recht herzlich eingeladen; auch Gäste sind willkommen.

Thomas Regenold

Jugendtour “Stubaier Höhenweg” vom 25. August bis 1. September 2025

Tag 1 – Anreise und Aufstieg zur Starkenburger Hütte

Am 25.08. starteten wir früh um 5:45 Uhr am Bahnhof in Karlsruhe. Über München und Innsbruck ging es mit dem Stubaitalbus hinein ins Tal nach Neustift. Schon während der Fahrt konnten wir die ersten Gletscher bestaunen, was die Vorfreude steigerte. Nach einem kurzen Abstecher zum Supermarkt, um unsere Wasservorräte aufzufüllen, wanderten wir gegen 13 Uhr endlich los.

Der Anstieg stellte sich gleich als erste Herausforderung heraus: bei praller Sonne ging es in 40° Hangneigung nach oben. Durch Pausen, reduziertes Tempo und die Hilfe unserer Wanderstöcke meisterten wir auch dieses Stück – und merkten, dass wir anspruchsvollen Etappen durchaus gewachsen sind. Nach 1.200 Höhenmetern und 5 Kilometern erreichten wir die Starkenburger Hütte. Die reine Gehzeit betrug 3 Stunden, die Wegstrecke selbst war ein verwurzelter Singletrail.

An der Hütte angekommen empfing uns der Wirt mit der klaren Ansage, dass es hier kein WLAN gäbe – für manche von uns zunächst eine kleine Herausforderung, die sich aber bald als Gewinn herausstellte. Die restlichen Stunden bis zum Abendessen verbrachten wir draußen auf den Bänken, erlebten unseren ersten Sonnenuntergang in den Bergen und übten uns später im Kartenlesen und Spielen.

Tag 2 – Von der Starkenburger Hütte zur Franz-Senn-Hütte

Am zweiten Tag starteten wir gemütlich um 8 Uhr. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, strahlender Sonnenschein begleitete uns. Mit 16 Kilometern, 760 Höhenmetern und rund 6 Stunden Gehzeit war die Etappe recht lang.

Der Weg führte uns zunächst steil aufwärts über Geröll bis zum Joch knapp unterhalb der Schlicker Seespitze, dem höchsten Punkt des Tages. Die darauffolgenden Hänge waren zwar grasbewachsen, aber sehr steil mit Absturzgefahr – hier war Trittsicherheit unbedingt erforderlich. Die Aussicht bot uns an diesem Tag einen funkelnden Bergsee, mehrere Gipfel und ein markante Felstürmchen, die in uns Klettersehnsüchte auslöste.

Die Mittagsrast verbrachten wir auf der Seducker Alm. Gestärkt ging es durch die liebliche Graslandschaft mit zahlreichen Bächlein weiter, bis wir gegen 16:30 Uhr die Franz-Senn-Hütte erreichten. Am Abend übten wir das Einnorden der Karte und das Anpeilen umliegender Gipfel mittels Vorwärtseinschneiden mit Kompass und Karte.

Tag 3 – Von der Franz-Senn-Hütte zur Neuen Regensburger Hütte

Nach einem gemütlichen Frühstück starteten wir um 8 Uhr. Zunächst verlief der Weg moderat ansteigend, ehe wir vor einem großen sich aufsteilenden Geröllfeld die Helme aufsetzten, um uns vor möglichem Steinschlag zu schützen. Nach 636 Höhenmetern Aufstieg trafen wir auf den Grat, an dem wir eine längere Mittagspause einlegten.

Der Abstieg war anfangs steil, wurde aber zunehmend angenehmer. Kurz vor der Neuen Regensburger Hütte schliefen ein paar Schafe direkt auf dem Weg – ein willkommenes Fotomotiv. Gegen 15 Uhr erreichten wir die Hütte. Die reine Gehzeit betrug etwa 5 Stunden.

Am Abend diskutierten wir die Wetterprognose, die nicht günstig war. Nach Rücksprache mit dem Hüttenwirt beschlossen wir dennoch, weiterzugehen. Zwei ältere Wanderer baten uns, sich am nächsten Tag anschließen zu dürfen.

(Hintergrund: Die dritte Etappe zählt zu den längeren und anspruchsvolleren Abschnitten des Stubaier Höhenwegs. Von der Neuen Regensburger Hütte wandert man dem Hohen Moos entlang bis zum Falbesoner See. Danach beginnt der steile Anstieg zum Grawagrubennieder, dem höchsten Punkt des Höhenwegs. Diese Passage gilt als die Schlüsselstelle der gesamten Tour.)

Tag 4 – Über den Grawagrubennieder zur Dresdner Hütte

Um der Schlechtwetterfront zuvorzukommen, starteten wir bereits um 6:30 Uhr. Anfangs verlief der Weg sanft, doch bald begann der eigentliche Anstieg über große Felsblöcke und gesicherte Passagen mit Stahlseilen. Wir waren guter Dinge und freuten uns, endlich mal etwas kraxeln zu dürfen. Außerdem bestaunten wir das Eis, das sich direkt unter dem Schutt befand, und eine steile, etwa 10 Meter hohe Abschlusskante bildete.

Mit dabei waren die beiden älteren Wanderer, die sich uns am Vorabend anschließen wollten. Wir hatten im Vorfeld diskutiert, ob wir uns dadurch rechtlich in eine „Garantenstellung“ begeben würden. Wir hatten die beiden allerdings bereits in der Hütte darauf hingewiesen, dass wir für sie keine Verantwortung übernehmen könnten. Zum Glück erwiesen sich die beiden als absolut fit; sie brauchten uns gar nicht und konnten auch gut unser Tempo mitgehen.

Nach rund 1.000 Höhenmetern erreichten wir den Grat am Grawagrubennieder –  die Schlüsselstelle des Stubaier Höhenwegs. Leider blies dort ein starker Wind, sodass wir uns sofort wärmer einzogen und zügig an den Abstieg machten. Nach weiteren 1.200 Höhenmetern im Abstieg glaubten wir, es geschafft zu haben – doch dann wartete noch ein letzter Anstieg vorbei an einer alpinen Baustelle über eine breite Schotterpiste zur Dresdner Hütte. Dieses Stück glich einem Mentaltraining: Wie Straßenfeger Beppo (aus dem Roman Momo von Michael Ende) konzentrierten wir uns nur auf das jeweils nächste Stück direkt vor unseren Füßen, schauten nicht nach oben, und so kamen wir leichter voran.

Der Abstieg führte uns durch eine karge, von Felsen und Geröll geprägte Landschaft, die beinahe wie eine Mondlandschaft wirkte. Dabei wurde uns eine wichtige Erkenntnis bewusst: So sieht ein Skigebiet im Sommer aus – die Umgebung war faszinierend in ihrer Rohheit, gleichzeitig aber lag eine eigenartige, fast drückende Stimmung über dem Gelände. Nach insgesamt sieben Stunden Gehzeit und rund vierzehn Kilometern Fußmarsch erreichten wir schließlich die Dresdner Hütte. Dort trafen wir erneut auf die Mädelsgruppe, und wir ließen den Abend in gemütlicher Runde ausklingen, während wir die Erlebnisse des Tages noch einmal Revue passieren ließen.

Tag 5 – Von der Dresdner Hütte zur Sulzenauer Hütte

Am Freitag stand eine kürzere Etappe auf dem Plan. Mit 6,3 km, 460 Höhenmetern Aufstieg und 560 Höhenmetern Abstieg waren wir rund 3 Stunden Gehzeit unterwegs. Der Weg führte vorbei an der Beilspitze, teils ausgesetzt, mit Seilversicherungen und deutlicher Absturzgefahr – Trittsicherheit war auch hier wieder gefordert, besonders bei Nässe. Nach dem Aufstieg wurden wir mit einem Blick zurück auf die Dresdner Hütte und einen riesigen Regenbogen, der sich über das Tal spannte, belohnt.

Der Blick auf den schwindenden Sulzenauferner und den Fernerstube erschütterte uns – die Geschwindigkeit, mit der das Eis zurückgeht, wurde uns eindringlich bewusst. Während einer Pause stärkten wir uns mit Brombeerchips und machten ein Gruppenfoto mit dem Gletscher im Hintergrund. Schließlich erreichten wir die Sulzenauer Hütte, wo uns heiße Schokolade und Kaiserschmarrn stärkten. Abends zog ein Gewitter auf, das die Berge in dramatisches Licht tauchte.

Tag 6 – Entscheidung an der Nürnberger Hütte

Der nächste Morgen begann kalt, nass und neblig. Mit zwei Auf- und zwei Abstiegen wartete eine mühsame Etappe auf uns. Die reine Gehzeit betrug 3 Stunden, doch sie hatte es in sich.

Schon am moderaten Anstieg lag Schneegraupel, die Wege waren oft zu Bächen geworden, und im Schlamm sanken wir stellenweise zentimetertief ein. Auf dem Gletscherschliff und den Rundhöckern war es noch unangenehmer: Jeder Schritt musste mit größter Vorsicht gesetzt werden, und die schlammigen Schuhe machten die ganze Sache noch rutschiger. Die Kälte und Nässe fraß sich trotz Imprägnierung langsam in unsere Schuhe und demoralisierte uns.

Auch am letzten Stück hoch zum Niederljoch gab es ausgesetzte Stellen mit Seilversicherung, doch noch beschwerlicher war der rutschige Abstieg über die nassen Rundhöcker. Teils schoben wir uns wir mit möglichst viel Körperkontakt wie beim Caving am Stein entlang, um Rutschpartien zu vermeiden. Mehrere Teilnehmende rutschten dennoch aus – glücklicherweise ohne Verletzungen, aber mit Schrecken und verbogenen Stöcken. So waren wir alle heilfroh, als sich schließlich unter uns die Nürnberger Hütte auftat, und drängten ins Warme, während sich um uns alles zu einer undurchdringlichen Nebelwand schloss. Wir zogen ehrlich Bilanz und beschlossen, dass wir unter diesen Umständen (einige Teilnehmende hatten Angst, zu stürzen) nicht zur Bremer Hütte weitergehen würden. Also entschieden wir, die geplanten Hütten (Bremer und Innsbrucker Hütte) zu stornieren und zwei Nächte auf der Nürnberger Hütte zu bleiben. Auch die Logistik spielte eine Rolle: Von der Bremer Hütte wäre ein Abstieg mit ÖPNV schwierig gewesen, und unser Zug von Innsbruck nach München musste erreicht werden. Deshalb beschlossen wir, dass an diesem Punkt der Stubaier Höhenweg für uns zu Ende sein würde.

Diese Entscheidung war ein wichtiges Learning: In den Alpen gibt nicht der Mensch, sondern die Natur den Takt vor. Sicherheit und Zusammenhalt sind wichtiger als Ehrgeiz.

Tag 7 – Ein Erkundungstag bei der Nürnberger Hütte

Der nächste Morgen präsentierte sich strahlend klar, keine Spur mehr von Nebel. So nutzten wir den Ruhetag zum Erkunden der Umgebung. Einige wagten sich in einen nahegelegenen Klettersteig, andere wanderten in Richtung der italienischen Grenze, zur Cresta Rossa (3.099 m), und nahmen sogar ein erfrischendes Bad in einem Gletschersee.

Tag 8 – Abstieg nach Ranalt und Heimreise

Am letzten Tag stiegen wir in etwa 2,5 Stunden nach Ranalt ab. Der Weg führte uns durch blühende Almwiesen, vorbei an grasenden Haflingern, Kühen und Ziegen. Wir warfen noch mehrmals unsere Blicke zurück auf die schwindende Schönheit der eisigen Alpenkronen, und waren mit tiefer Dankbarkeit erfüllt, dass sich uns diese wilde, epische, aber auch zerbrechliche Landschaft in so vielen Facetten gezeigt hatte.

 

Helene Sturm, Sira Rücker, Johanna Busch, Friederike Kriener, Martha Rieger, Jan Franke, Vanessa Weegmann (Autorenteam der JDAV)

Klettersteigrunde in den Pala – Dolomiten vom 4. bis 9. August 2025

Bei dieser Runde lief von Anfang an einiges nicht nach Plan, trotzdem
war es dann für ( fast ) alle eine gelungene Bergwoche in einer wenig
bekannten Region der Dolomiten.
Schon bei der Hüttenbuchung stellte sich im Herbst davor heraus,
dass einige der Hütten im ursprünglich geplanten Gebiet der Drei
Zinnen ausgebucht waren und so änderte sich das Ziel, nun ging es in
die Palagruppe im Südosten der Dolomiten. Die zweite Änderung kam
dann wenige Tag vor dem Start: Rolf, der die Tour geplant und
ausgeschrieben hat, konnte krankheitsbedingt nicht mit.
Glücklicherweise konnte Christophe recht spontan zusagen und so
waren wir wieder komplett.
Um die lange Autofahrt etwas aufzulockern, begingen wir im
Vinschgau bei Latsch den kurzen Tisser – Klettersteig. Ein größerer
Umweg dorthin lohnt eher nicht, aber er liegt direkt am Weg und
macht Spaß.
Vom ersten Stützpunkt, dem Rifugio Cereda, eher Berghotel als Hütte
fuhren wir ins Val Canali und gingen dort zuerst den Cacciatore und
danach den Dino Buzzati – Klettersteig, beides Steige der
Schwierigkeit B / C mit kurzen Einserkletterstellen. Auf dem Rückweg
zum Parkplatz passierte dann leider Martin ein Missgeschick, er trat
auf einen lockeren Stein, dann auf den nächsten, stürzte und trug
eine Kopfverletzung davon. Weiterlaufen war in dem steilen Gelände
keine Option und so kam er in den zweifelhaften Genuss eines
Freifluges und einer Untersuchung im Klinikum in Trient. Zum Glück
ohne größere Folgen, die Tour war für ihn allerdings zu Ende. Die
Bergrettung funktioniert auch dort unten sehr professionell und
freundlich, allerdings hätten wir ohne die Italienischkenntnisse von
Christophe mehr Probleme gehabt.
Am nächsten Tag fuhren wir dann nach San Martino di Castrozza und dort mit der Bahn hinauf zur Rosettahütte, die man nach kurzem
Fußmarsch erreicht. Es war auf der Palahochebene, einer skurrilen
und faszinierenden Mondlandschaft recht neblig, sodass nur längere
Spaziergänge um die Hütte unternommen wurden.
Den für den nächsten Tag geplanten langen Klettersteig Bolver – Lugli
sparten wir uns, die Zeitangaben im Führer konnte unsere Gruppe
nicht erreichen. Dafür gingen wir am nächsten Tag eine Bergrunde
über einen kurzen Klettersteig am Passo Ball, die urige Rifugio
Pradidali und über den Passo Pradidali basso zurück, eine
landschaftlich herausragende Tour durch eine wilde abweisende
Umgebung.
Am Freitag stand dann die Königsetappe auf dem Plan. Zuerst über
bekanntes Terrain, dann den Klettersteig Nico Gusella hoch zur Cima
Val de Roda, dort fantastische Ausblicke über die südlichen Dolomiten
und dann runter über den Klettersteig Velo zum Rifugio Velo della
Madonna. Diese kleine sympathische Hütte liegt direkt unter den
Wänden der Cima di Madonna und des Sass Maor. Hier wurde
Klettergeschichte geschrieben.
Leider ging es am nächsten Morgen zurück nach San Martino und
dann den langen Weg nach Hause.

Fazit: Die Klettersteige in der Pala lohnen sich sehr, die Landschaft ist
wild, die Hütten italienischer als in Südtirol, das Essen ist klasse und an den Steigen war nirgends viel los und das in der ersten
Augustwoche. Herzlichen Dank an Rolf fürs Planen und Martin,
Christophe, Felix, Bernhard und Sven fürs Mitgehen.

Karl Linz

Die neue “Zeitschrift Sommer 2025” ist digital verfügbar…

Der meteorologische Sommer ist vorbei, der kalendarische noch nicht. Insofern können wir den geplanten Erscheinungstermin „Sommer 2025“ für unsere „Zeitschrift“ hoffentlich noch einhalten.

Das neue Heft hat 44 Seiten und enthält wieder interessante Tourenberichte, ein Porträt und viele Informationen. Der Versand der Zeitschrift wird voraussichtlich ab Mitte September erfolgen.

Wir würden uns in diesem Zusammenhang freuen, wenn wir neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter im Redaktionsteam begrüßen könnten. Insbesondere seitens der Jugend wäre eine Mitarbeit in der Redaktion wünschenswert.

Die Redaktion

DAV_ZEITSCHRIFT2025_v04

Das Programm Juni bis November 2025 ist da…

Das neue Sommerprogramm (Juni bis November 2025) ist online verfügbar. Informieren Sie sich jetzt über das umfangreiche Ausbildungs- und Tourenangebot!

DAV_Programm_Sommer25_02