Kletterspaß in den Herbstferien

Sektionstour  „Urner Seitentäler“ vom 17.-19.07.26 mit Rolf Gassenschmid

Treffpunkt war die Brücke bei der Fa. Bosch in Bühlertal, die Gruppe durfte den Luxus genießen im großen Transporter mitzufahren. Wegen des angesagten Regenwetters wurde eine kleine Planänderung der Route vorgenommen. Wir fuhren über Isleten hoch nach St. Jakob, (wo kostenfreie Parkplätze zur Verfügung stehen) und mit der kleinen Seilbahn direkt hoch zum Gitschenen (1538m). Sofort im Urlaubsfeeling wurde das große Gepäck abgestellt und zielstrebig über Oberbolgen zum Hinterjochli (2105m) und hinauf zum Risetenstock (2290m) gegangen, mit traumhaftem Blick auf die umliegenden Berge und den verzweigten Vierwaldstätter See. Erst entlang des Grates, dann zum Geissboden abgestiegen, konnten wir von dort trocken und sehr zufrieden mit alkoholfreiem Moscht und Radler das köstliche Abendmenü im sehr gepflegten Berggasthaus genießen. Nach einer Runde Wizzard (Kartenspiel) in sehr angenehmem Miteinander wurde der erste Abend zufrieden beendet.

Trotz guter Regenausrüstung war der Abstieg nach St. Jakob und Aufstieg zur Biwaldalp (1694m) am zweiten Tag ziemlich feucht. Nach guter Stärkung mit frischem Käse und dem eigenen Vesper in der Biwaldalp, durften wir beim steilen Aufstieg zur Sassi (1868m) mit bester Laune den Rundumblick in der Sonne genießen und die Berge um uns herum bestimmen. Die Musenalp (1488m) bot uns dann bis zum aufziehenden nächsten Regen in Liegestühlen ein wunderbares „Urlaubspanoramastündchen“ und eine gute Nacht mit wiederkehrendem Trommelregen im großzügigen Schlafsaal von Petra, der sehr freundlichen Herbergsmama.

Am 3. Tag konnten wir das Regenende abwarten und stiegen nach Isleten ab, (ein Teil der Gruppe fuhr vergnüglich mit der kleinen 4 Sitzer-Bahn ins Chlital hinunter) der Aufstieg zum Schartenhöreli (1692m) war wegen der aufgeweichten, rutschigen Wege leider nicht möglich und bleibt auf der Agenda für die nächste Tour. In Isleten schlossen wir unsere schöne Tour mit feinen Getränken ab. Einige genossen nicht nur den Ausblick, sondern schwimmend das herrliche, türkisfarbene Wasser des Vierwaldstätter Sees.

Vielen Dank lieber Rolf!

 

Von Christiane Fritsch-Melk

Anspruchsvolle Tour auf ein Naturdenkmal:

Unsere Wanderung auf den Hohen Ifen

 

Am Donnerstag, den 8. Juli, war unsere Wandergruppe endlich vollzählig und bereit für den Hohen Ifen im Schwarzwassertal. Was macht diesen Berg so besonders? Es ist seine außergewöhnliche, markante und unverwechselbare Gestalt. Der Hohe Ifen zählt zu den wenigen Tafelbergen in den Alpen!

Nach einer fast einstündigen Fahrt mit dem Walserbus ging es für uns um etwa 10.00 Uhr weit hinein in das Schwarzwassertal. Fast schon etwas zu spät bei den sommerlichen Temperaturen. Unser Startpunkt lag an der Auenhütte auf rund 1.269 Metern Höhe. Direkt hinter der Station führte der Weg auf einem breiten Forstweg zunächst recht steil hinauf in Richtung Stausee.

Durch ein landschaftlich wunderschönes Tal wanderten wir weiter über die Alpe Melköde bis zur Schwarzwasserhütte. Dort gönnten wir uns eine wohlverdiente Vesperpause und genossen den grandiosen Blick auf die mächtige Steilwand des Hohen Ifen. Mit dem Fernglas konnten wir bereits den schmalen Aufstiegsweg und die ersten Wanderer im Fels ausmachen.

Nach der Alpe wird es ernst

Gut gestärkt machten wir uns auf zur Ifengundalpe, während der imposante Gipfel immer näher rückte. Ab hier stieg der Anspruch deutlich an. Ein schmaler, ausgesetzter und gerölliger Pfad leitete uns unter die Steilwand und direkt auf den langen, steilen Eugen-Kofler-Weg (Schwierigkeitsgrad T3 nach SAC-Skala). Der Aufstieg war anhaltend steil, dank der soliden Stahlseilsicherungen aber sehr gut zu begehen. Da wir die Route in umgekehrter Richtung absolvierten, kamen uns einige Wanderer im Abstieg entgegen, sodass gegenseitige Rücksichtnahme gefragt war. Der Schlussanstieg zum Gipfel auf 2.230 Metern verlief schließlich wieder auf leichterem Terrain (T2 nach SAC-Skala) in moderaten Kehren. Oben angekommen, wurden wir mit einem herrlichen Rundumblick belohnt: Dieser reichte vom Bodensee und den Schweizer Alpen auf der einen Seite bis weit in die Allgäuer und Lechtaler Alpen auf der anderen Seite.

Langer Rückweg

Auch der lange Rückweg forderte noch einmal volle Konzentration, besonders in einer seilversicherten Steilrinne. Der weitere Weg (T2) führte uns über steile Geröllhalden hinab zur Seilbahnstation. Die Bahn verkürzte uns dankenswerterweise die letzten Höhenmeter hinunter zum Ausgangspunkt an der Auenhütte.

Dort ließen wir diesen anstrengenden, aber wunderschönen und erlebnisreichen Wandertag bei kühlen Getränken gemütlich ausklingen. Am Ende des Tages standen 14,5 Kilometer und stolze 1.026 Höhenmeter auf unseren Uhren. Ein ganz herzliches Dankeschön geht an Hartmut Thiel für die hervorragende Führung auf dieser anspruchsvollen Route!

Thomas Regenold

Bergwanderwoche im Kleinwalsertal: Gipfelglück und Kraxel-Abenteuer

Die diesjährige Bergwanderwoche im Kleinwalsertal war ein fester Programmpunkt im offiziellen Heft unserer Sektion, organisiert und angeboten von unserem Schatzmeister Hartmut Thiel.

Da bei einigen Teilnehmern im Vorfeld Terminüberschneidungen auftraten, reagierte die Gruppe flexibel: Das ursprüngliche Datum vom 08.07. bis 12.07. wurde kurzerhand etwas vorverlegt. Durch diese zeitliche Verschiebung ergab sich die perfekte Gelegenheit, die Bergwoche mit individuellen Tagestouren ganz flexibel und abwechslungsreich zu gestalten.

Die Umrundung des Königs vom Kleinwalsertal

Ein absoluter Höhepunkt der Woche war die Umrundung des Großen Widdersteins – dem mit 2533 Metern höchsten Gipfel im Kleinwalsertal. Diese imposante Felspyramide zu besteigen hatten wir auf jeden Fall im Hinterkopf. Man kann die Tour von zwei Seiten angehen. Wir entschieden uns für die Variante mit Start in Baad auf 1141m Höhe. Bequem fuhren wir mit dem Bus bis zum Talschluss nach Baad und wanderten von dort aus durch das tief beeindruckende Bärgundtal hinauf. Nach rund 2,5 Stunden erreichten wir dann den Hochalppass mit grandioser Aussicht auf die Gipfel des Bregenzer Wald und direktem Blick auf den hohen Widderstein.

 Nervenkitzel auf der Normalroute

Als absolutes Highlight der Umrundung gönnten wir uns dann den direkten Aufstieg zum Gipfel des Großen Widdersteins auf 2533 Metern. Schon die Normalroute verlangte uns alles ab und entpuppte sich als waschechte Kraxeltour, die sich im anspruchsvollen T4 bis T5-Bereich der SAC-Skala bewegt. Hier war volle Fokussierung gefragt: Konzentriertes Gehen im weglosen, wenn auch sehr gut markierten Gelände stand auf dem Programm. Das brüchige und anhaltend steile Terrain duldete keine Fehler und setzte von jedem Teilnehmer eine sehr gute Kondition sowie absolute Trittsicherheit voraus. Der Lohn für die Mühen war ein grandioser Rundumblick am Gipfelkreuz.

 Belohnung und langer Rückweg

Nach dem konzentrierten und fordernden Abstieg vom Großen Widderstein hatten wir uns eine Pause mehr als verdient. Wir kehrten für einen kurzen Zwischenstopp in der gemütlichen Widdersteinhütte ein. Bei zwei Portionen heißem Kaffee, frischem Apfelstrudel und einem großen Klecks Sahne ließen wir das Erlebt Revue passieren. Frisch gestärkt machten wir uns an das letzte Teilstück der Tour: Ein langer, landschaftlich wunderschöner Abstieg führte uns durch das Gemsteltal, unser Tagespensum lag dann bei rund 1.400hm im Aufstieg bei einer Tourenlänge von 20,1km! Wieder zurück nach Mittelberg, wo wir glücklich und zufrieden unsere Unterkunft erreichten.

 

Thomas Regenold

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Sommerfest 2026 wieder mit großem Zuspruch…

Auch das diesjährige Sommerfest am Freitag, 17. Juli war wieder sehr gut besucht. Wegen des unsicheren Wetters war der „Festplatz“ auf die Nordseite der Kletterhalle verlegt worden. Das umfangreiche Salat- und Kuchenbuffet war in der Halle aufgebaut.

In seiner kurzen Ansprache konnte Erster Vorsitzender Rudolf Schübert rund sechzig Vereinsmitglieder, vorwiegend aus der Klettercommunity begrüßen. Aber erfreulicherweise hatten sich auch etliche neue Gesichter unter die Gäste gemischt.

Bei diversen Grillwürsten, aber auch bei gegrilltem Schafskäse und den leckeren Salaten entwickelte sich eine lebhafte Stimmung, zu der auch das neu eingeführte Biersortiment der Biobrauerei „Lammsbräu“ einen spürbaren Beitrag leistete. Der Wettergott war milde gestimmt, so dass die Veranstaltung weitgehend ungestört über die Bühne gehen konnte.

Allen Helferinnen und Helfern, Spenderinnen und Spendern gilt an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön!

 

RS

Grundkurs Bergsteigen am Steingletscher im Berner Oberland

Vom 13. – 15. Juni waren sechs Mitglieder unserer Sektion mit Kalle Weidinger als Trainer und Klaus Bracht-Seufert als Hospitant am Steingletscher, um ihre Kenntnisse in Firn und Eis zu erweitern. Bei einem Vortreffen Mitte Mai war die Entscheidung gefallen mit einem Mietbus zu fahren. Das ergab in Summe sicher weniger CO²-Ausstoß, als zwei Fahrzeuge zu nehmen.

Nach dem Treffen in Achern um 5 Uhr am Samstag morgen, waren wir um 9:15 am Steingletscher und fuhren dort noch weiter auf der Privatstraße. Firn zum Üben der Gehtechnik und zum Abfangen von Stürzen gab es genug. In vier unterschiedlich schweren Positionen auf dem Bauch und Rücken, Beine oder Kopf voraus verlor das Stürzen im Altschnee seinen Schrecken. Nach dem Erlernen des T-Ankers ging es auf den Steingletscher. Apere Stellen waren da rar, wurden aber gefunden. Dort konnte Sicherheit auf den Steigeisen vermittelt werden

Sonntag ging es nach langen Jahren erstmals wieder über den Gletscher zur Hütte. Fels- und Eisstürze hatten den standardmäßigen Winterzustieg ab 2019 zu gefährlich gemacht. Jetzt hat sich die Situation stabilisiert. Eine Steilstufe wurde mit 2,5 Fixseillängen überwunden, danach ging es weiter in zwei Seilschaften zu Hütte. Dort stand noch die Tourenplanung für den Montag an. Die Gruppe entschied sich gemeinsam für den mittleren Tierberg.

Montag frühstückten wir um 5:30 Uhr und um 6:15 starteten die beiden Seilschaften. Nach 3,5h standen alle am Gipfel des mittleren Tierbergs (3309m) und genossen die Aussicht ins Berner Oberland und ins Glarnerland. Um 12 Uhr waren alle zurück an der Hütte, nach Mittagspause und Umpacken ging es gegen 14 Uhr an den fast komplett schneebedeckten Abstieg. Erst um 17:30 waren wir am Bus.

Kalle Weidinger

Einladung zum Sommerfest unserer Sektion

Der Vorstand unserer Sektion lädt alle Mitglieder des Vereins zum Sommerfest am

Freitag, 17. Juli 2026 ab 18 Uhr beim Sektionszentrum (Flugstr. 17, 76532 Baden-Baden, Gewerbepark Oos-West) ein.

Wir freuen uns, wenn wir möglichst viele von euch bei kühlen Getränken und leckeren Würstchen und Salaten und hoffentlich gutem Wetter begrüßen können. Selbstverständlich sind auch eure Partnerinnen, Partner und Kinder herzlich willkommen und wir freuen uns auch über Salat bzw. Dessertspenden!

Um die Organisation des Abends zu erleichtern, bitten wir euch, bis zum 2. Juli mitzuteilen (info@alpenverein-baden-baden.de), ob und mit wieviel Personen ihr kommt. Falls ihr einen kulinarischen Beitrag liefern möchtet, bitte ebenfalls bei der Anmeldung angeben – Danke!

Wichtig ist noch, dass ihr Geschirr und Besteck selbst mitbringt.

Und nun freuen wir uns auf zahlreiche Anmeldungen…

Mit herzlichen Grüßen

Für den Vorstand

Rudolf Schübert, 1. Vorsitzender

Sommeröffnungszeiten

Juni bis August haben wir folgende Sommeröffnungszeiten

Mo & Fr 08:00-12:30

Mo-Fr: 16-22 Uhr

In den Sommerferien Mo & Fr morgens geschlossen!

Sa, So & Feiertag: 10-18 Uhr

Aufgrund Betriebsruhe ist die Kletterhalle vom

10.08.26-23.08.26 geschlossen

Der alpine Pfad-eine Spur wilder!

   

„Ab hier wird es wild, gute Trittsicherheit erforderlich“

Mit diesen Schlagworten auf den Wander- und Infotafeln wurden wir am vergangenen Samstag am Wanderparkplatz im Sankt Wilhelmer Tal unterhalb des Feldberges empfangen.

Eberhard Wild unser Tourenleiter hatte diese Tour als den „Alpinen Steig“ in unserem Sektionsprogramm bereits im Herbst 2025 ausgeschrieben.

Wegen Schlechtwetter musste die Tour aber verschoben werden und wurde jetzt nachgeholt.

Die Wetterprognose war optimal so konnten wir wenn auch bei sehr frischen Temperaturen im idyllischen St. Wilhelmer Tal den Aufstieg beginnen.

Also, auf in die Wildnis! Nach einem kurzen Einlaufen auf etwas breitem Forstweg querten wir bald nach einigen Minuten links ab, in einen schmalen und steilen Pfad.

Im weiteren Verlauf ging es dann in zahlreichen Kehren immer weiter nach oben, so bekamen wir schnell unsere Höhenmeter zusammen und konnten dann auch im weiteren Verlauf immer wieder tolle Aus und Fernblicke aus dem Tal heraus in Richtung Schauinsland genießen.

Nach rund einer Stunde war es dann soweit- wir standen vor dem Einstig des Alpinsteigs oder auch „Alpiner Pfad“ wie er oft bezeichnet wird. Der Name ist Programm! Im ständigen Auf und Ab wurde es langsam alpin, der schmale Pfad wurde immer schmäler und abschüssiger und war an vielen Stellen auch sehr ausgesetzt! Umgestürzte Bäume und viel Totholz säumten den gesamten Pfad.  Wie es sich auf einem alpinen Pfad gehört folgte natürlich auch eine Schlüsselstelle, wo es nötig war, über eine kleine Felsrippe entweder ab zu klettern oder auch mit einem verankerten Seil sich am abschüssigen Felsriegel herunter zu hangeln. Feuchtigkeit und Nässe waren am gesamten Abschnitt des alpinen Pfades unser ständiger Begleiter somit war auch unsere Konzentration ständig gefordert. Umgestürzte Bäume mussten entweder überklettert werden oder wir mussten manchmal auch darunter durch schlupfen, wer einen kleinen Rucksack hatte war eindeutig im Vorteil!

Nach dem wir den alpinen Pfad hinter uns hatten ging es weiter auf gut ausgebautem Weg Richtung Feldberggipfel wo wir unsere verdiente Rast machen konnten. Im Anschluss stiegen wir ein in den offiziellen und gut ausgeschilderten Feldberg -Steig. Dieser führte uns dann zur Sankt Wilhelmer Hütte wo wir uns noch einmal für den Abstieg mit Kaffee und Kuchen stärkten.

Um wieder an unseren Ausgangspunkt im Sankt Wilhelmer Tal zurück zu kommen wählten wir den Abstieg über den Stübenwasen.

Vorbei kamen wir dann noch an der vielleicht „längsten Holzbank der Welt“?!

Von hier aus hatten wir direkt Sicht auf das Herzogenhorn und den Belchen!

Gegen 17.00 Uhr waren wir wieder an unserem Startpunkt angekommen!

Bei rund 1200 Höhenmetern legten wir eine Wegstrecke von rund 21km zurück.

Nach einem anspruchsvollen Wandertag ließen wir genüsslich ausklingen im Gasthaus Linde. Vielen Dank an Eberhard Wild unseren Tourenleiter für die Organisation der Tour!

 

Thomas Regenold